Sie sind an einer SPINS-Partnerschule hauptverantwortlich für die Einteilung der 5. Klassen und haben Fragen zu SPINS?
Hier finden Sie einige Antworten. Für weitere Anliegen können Sie uns gerne per E-Mail unter spins@uni-bonn.de kontaktieren.
Worum geht es bei SPINS?
SPINS untersucht, wie Schulen in zunehmend diversen Gesellschaften sozialen Austausch und Zusammenhalt optimal fördern können. Schulleitungen und Lehrkräfte setzen sich intensiv dafür ein, diese Ziele zu erreichen. Ein zentrales Instrument dabei sind die Entscheidungen zur Klasseneinteilung zu Schulbeginn. Diese Entscheidungen beeinflussen nachhaltig den alltäglichen Austausch der Kinder und Jugendlichen – und damit auch ihre Freundschaften, Identitäten und Verhaltensweisen. Eine gezielte Gestaltung der Klasseneinteilung bietet großes Potenzial, positiven sozialen Austausch zu fördern, soziale Gräben zu vermeiden und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
Wer wird befragt?
Befragt werden die Personen, die an Ihrer Schule hauptverantwortlich für die Einteilung der 5. Klassen sind. Außerdem befragen wir die Kinder sowie die Klassenlehrkräfte der derzeitigen 5. und 6. Klassenstufen. Die Teilnahme ist freiwillig und kann jederzeit ohne Angabe von Gründen und ohne negative Konsequenzen beendet werden.
Wie läuft die Befragung ab?
Alle Befragungen werden als computergestütztes Online-Selbstinterview (CASI) durchgeführt. Die Befragten können entweder über ihre Smartphones oder schuleigene Geräte auf die Befragung zugreifen. Der Zugang erfolgt über einen personalisierten Link mit Passwort. Für die Schülerinnen und Schüler bieten wir zusätzlich die Möglichkeit, die Befragung in Papierform durchzuführen. So können sie selbst entscheiden, welches Format ihnen lieber ist.
Was sind meine Aufgaben als einteilende Person?
Wir laden Sie ein, an unserer Befragung teilzunehmen, die etwa 15 Minuten dauert. In dieser Online-Befragung werden Sie zu den praktischen Abläufen der Klasseneinteilung, den verwendeten Kriterien und den verfolgten Zielen befragt. Sie erhalten hierfür per E-Mail einen Zugangslink mit einem personalisierten Passwort. Zusätzlich senden wir Ihnen Handlungsimpulse zur Einteilung von Schulklassen, die als Denkanstöße dienen können.
Wie oft wird unsere Schule befragt?
Die verantwortliche Person für die Klasseneinteilung wird einmalig im Herbst 2024 befragt. Die Kinder und ihre Klassenlehrkräfte werden zweimal befragt – einmal im Herbst 2024 und erneut im Jahr 2025, dann in der 6. und 7. Klasse.
Worum geht es in den Befragungen?
Personen, die die Klasseneinteilung vornehmen, werden zu den praktischen Abläufen der Klasseneinteilung, den verwendeten Kriterien und den damit verfolgten Zielen befragt. Schülerinnen und Schüler geben Auskunft über ihre sozialen Beziehungen, ihr Selbstbild und ihre schulischen Einstellungen. Ihre Klassenlehrkräfte äußern sich zur Zusammensetzung ihrer Klassen und schätzen den sozialen Zusammenhalt innerhalb der Klasse ein. Zusätzlich stellen wir allen Befragten einige Fragen zu ihrer Person, etwa zu Geschlecht, Geburtsland, Religion oder Alter.
Wofür werden die Daten verwendet?
Die gesammelten Daten dienen ausschließlich wissenschaftlichen Zwecken. Wir planen, die Daten anhand von drei Hauptfragestellungen zu analysieren. Erstens untersuchen wir die Entscheidungsfaktoren bei der Klasseneinteilung in Schulen – basierend auf den Antworten der verantwortlichen Personen. Zweitens analysieren wir, wie sich die Zusammensetzung der Schulklassen entwickelt – durch das Zusammenspiel von Einteilungsentscheidungen und den demografischen Merkmalen der Schülerschaft. Drittens untersuchen wir die Auswirkungen von Klasseneinteilungen auf den sozialen Austausch und die Peer-Prozesse unter den Schülerinnen und Schülern.
Wer finanziert die SPINS-Studie?
Die SPINS-Studie wird vollständig durch öffentliche Mittel im Rahmen des Emmy-Noether-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert.
Wie wird der Datenschutz gewährleistet?
Alle Datenschutzrichtlinien werden streng eingehalten. Die Daten der teilnehmenden Personen werden vertraulich behandelt und anonymisiert ausgewertet. In den Ergebnissen der Studie werden keine individuellen Antworten veröffentlicht, und es wird nicht erkennbar sein, wer an der Befragung teilgenommen hat. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie vor der Befragung.
Welche Handlungsimpulse erhalte ich?
Sie erhalten von uns kurze Handlungsimpulse, die sich mit der Klasseneinteilung beschäftigen. Mithilfe eines kurzen Erklärvideos und einer Web-App wird Ihnen eine Methode vorgestellt, die zu gemischten Klassen beitragen kann. Diese Impulse sollen als Denkanstöße dienen, sind jedoch nicht als vollständige Lösung für die komplexe Aufgabe der Klasseneinteilung gedacht.
Wann erhalte ich die Handlungsimpulse?
Die Handlungsimpulse werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten versendet. Einige Schulen haben diese bereits im Frühjahr 2024 erhalten, andere bekommen sie erst 2025. Dies geschieht, um die Wirksamkeit der Impulse besser nachverfolgen zu können.
Die Handlungsimpulse erscheinen mir nicht anwendbar – was tun?
Die Klasseneinteilung ist ein komplexes Thema, und jede Schule hat ihre eigenen, spezifischen Anforderungen. Unsere Impulse verstehen sich daher lediglich als Denkanstöße. Je nach der individuellen Situation vor Ort können sie unterschiedlich hilfreich oder anwendbar sein – was kein Hindernis für eine Teilnahme als SPINS-Partnerschule darstellt. Ganz im Gegenteil: Unser Projekt zielt genau darauf ab, herauszufinden, wann welche Herangehensweise sinnvoll ist – und wann nicht.
Was tun, wenn der Link zur Befragung nicht funktioniert?
Sollte der Link auch nach wiederholten Versuchen nicht funktionieren, schicken Sie uns bitte eine kurze E-Mail an spins@uni-bonn.de.
An wen kann ich mich bei Fragen wenden?
Sie können uns jederzeit per E-Mail unter spins@uni-bonn.de erreichen.
